10. – 12. Juni 2022 in Aschersleben
Kabarettistisches
Sommertreffen

Für alle Menschen, die sich für Humor interessieren.

Nähere Informationen, Ausschreibung und Anmeldung! ☛

Liebe Freunde des Kabaretts,


einer unserer Diskussionspunkte des kabarettistischen Sommerfests haben wir etwas flapsig unter den formulierten Oberbegriff „Der Kabarettist als solches“ gestellt. Worum es dabei geht wurde bereits angedeutet. Um ein wenig “Futter“ als Diskussionsgrundlage anzubieten, haben wir auf beiliegendem Blatt ein paar Punkte aufgelistet, von denen wir denken, dass diese dazugehören könnten. Sie sind weder vollständig noch müssen alle genauso beantwortet werden und dienen lediglich zur Orientierung. Wir würden uns freuen, wenn rege an dieser Diskussion teilgenommen wird. Dazu besteht auch die Möglichkeit ein eigenes Statement (bitte max. 10 min) abzugeben.

Ist das alles? Nein! Es geht hierbei nicht (nur) um die eigene Standortbestimmung sondern auch um die der Bundesvereinigung Kabarett e.V. Und vor allem: Was bedeuten unsere Erkenntnisse aus dieser Diskussion konkret für unsere Arbeit in der Bundesvereinigung – im Wirken um und während des Festivals? Wo gibt es Handlungsbedarf? Was müssen wir beibehalten oder eben auch ändern, um als ein Vertreter des poli-tisch-satirischen Kabaretts sichtbar zu bleiben oder auch wieder zu wer-den? Aus all diesen Gründen halten wir die Fortsetzung der Diskussion für geboten, die wir ja im letzten Jahr begonnen haben. Um es für die Bundesvereinigung Kabarett konkreter zu fassen, geben wir hier mal die Gedanken von Philipp Schaller weiter:

• Wozu treffen wir uns? Die Wiedersehensfreude, das gemeinsame Bier, das bis-in-die-Nacht-quatschen gehört schon immer zu den Treffen im April und im November, das muss sein. Aber was ist der Anlass des Treffens? Woran wollen wir professionell arbeiten?

• Verstehen wir uns als Vereinigung Politischer Kabarettisten? Falls ja: Wie können wir erreichen, dass wir die wenige gemeinsame Zeit im Jahr intensiv und schwerpunktmäßig dem Handwerk im Politischen Kabarett widmen? Falls nein: Was ist dann das Vereinsziel?

• Es gibt weniger Mitglieder als früher, die sich schwerpunktmäßig mit der kritischen Betrachtung von Politik, Zeitgeschehen und Gesellschaft beschäftigen. Wollen wir in Zukunft mit den Wenigen umso intensiver arbeiten? Oder wollen wir die Teilnehmerzahlen möglichst groß halten?

• Falls wir uns auf Politisches Kabarett beschränken: Wie stellen wir sicher, dass wir offenbleiben für neue Künstler, die sich von diesem Anspruch vielleicht verschreckt oder ausgeschlossen fühlen?

• Wollen wir bei unseren Treffen mehr inhaltlichen Input? Thematische Vorträge zu politischen Fragen: Krieg, Armut, Teilhabe, Rassismus, Naher Osten, Klimawandel. etc.?

• Offene Bühne: Wollen wir ein eigenes Format, in dem das Gesehene von allen (zugewandt und wertschätzend) kritisch beschrieben und hinterfragt wird? Kein Meinungsaustausch über Geschmack und politische Haltung, keine Bewertung, sondern ehrlicher hand-werklicher Austausch im geschützten Raum.

Dies ist sicher nur eine kleine Auswahl von Fragen, die natürlich erweiterbar sind.

Und wer am Sommertreffen nicht teilnehmen kann? – Der ist aufgerufen, seine Gedanken schriftlich niederzulegen, damit wir die gesammelten Werke dann in der „Pointe“ abbilden können.


So oder so hoffen wir auf rege Teilnahme in Aschersleben.

Was treibt uns an!

1. Wie siehst du die Position und Funktion des Kabarettisten in der heutigen Zeit.

2. Hat es Veränderungen zu früher gegeben? Wenn ja wo?

3. Mit welchem Anspruch machst du Kabarett?

4. Was macht aus Deiner Sicht ein gutes Kabarett/einen guten Kabarettisten aus?

5. Ist Kabarett heute einfacher oder schwieriger als früher? (Hier bitte Pandemiebedingte Schwierigkeiten ausklammern)

6. Fühlst du dich in deiner kabarettistischen Arbeit eingeschränkt?

7. Gibt es Deiner Meinung nach linkes oder rechtes Kabarett? Hat sich deine Kabarettauffassung mit der Zeit geändert und falls ja, was war die Ursache?

8. Was bedeutet das Publikum für Dich? Welchen Anspruch hast Du an das Publikum?

9. Muss man Unterscheidungen treffen zwischen alltäglichem Bühnenprogramm, Fernsehkabarett, Streaming und Formen, die von anderen als Kabarett dargeboten werden?

10. Hat Kabarett für Dich eine Informations- und Erziehungsaufgabe?

11. Wie löst Du den Spagat zwischen eigenem Anspruch und ökonomischen Zwängen?

12. Haben es „Freizeitkabarettisten“ einfacher?

13. Wie nutzt Du die sozialen Medien für Recherche und Werbung? Welche Medien nutzt Du noch?

Anmeldung

Bundesvereinigung Kabarett e.V.
c/o Bärbel Kuzak
Granskevitz 15
18569 Schaprode


Telefon: 0176 / 52573172
E-Mail: baerbel-kuzak@t-online.de


Teilnahmegebühr: 75 €

Darin enthalten sind: Vorstellung von Michael Feindler, Abendessen Freitag und Samstag, Mittagessen Samstag, Räume, Honorare und Technik für die Veranstaltungen.

Überweisung bitte auf das Konto der BVK e.V.,
Salzlandsparkasse, IBAN: DE92 8005 5500 3031 1001 73


Das erwartet Euch:

Freitag

Anreise ins City-Hotel, Grillabend sowie
Jam Session im Kabarettclub.

Samstag

10 – 17 Uhr
„offene Bühne“ für Halbfertiges, Altes, Neues, Probenstücke, Einzelsketche, Musik, Lieder, etc. Möglichkeiten zum Austausch zu Szenen, Texten, Entwürfen, Liedern, Ideen. Diskussionsrunden zu Themen rund um das Kabarett.

20:00 Uhr
Kabarett mit Michael Feindler


Sonntag

Gemeinsames Frühstück und Abreise