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Die Bundesvereinigung Kabarett e.V. und die Universität Leipzig laden ein:

 

Satire darf alles?!
Öffentliche Fachkonferenz Satire

» Programm und Anmeldung!

 

Alle, die sich mit dem Thema Satire befassen, stellen sich zwangsläufig irgendwann die Frage, ob man das denn alles so sagen dürfe. Die Grenzen der Satire waren und sind immer ein vieldiskutiertes Thema. Die Diskussion darüber hat sich in den letzten Jahren zugespitzt. Nehmen wir das Gedicht von Jan Böhmermann über Erdogan oder auch die Karikaturen der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“. Die Debatten über die Grenzen der Satire und was diese denn dürfe, münden mit schöner Regelmäßigkeit in das Zitat von Kurt Tucholsky, nach dem Satire alles dürfe. Im Allgemeinen war die Debatte damit beendet. Wir denken, damit fängt die Debatte eigentlich erst an. Denn wo steht eigentlich, dass Tucholsky Recht hat? Wir nehmen dieses Zitat als unumstößlich hin und sollten doch eigentlich, sei es als Darsteller oder Konsument von Satire, alles Gesagte hinterfragen.

 

Wir wollen damit anfangen und laden für den 09.06.2018 in Leipzig zu einem Disput zu diesem Thema ein. Kooperationspartner wird die Universität Leipzig sein. Nennen wir diese Veranstaltung, mangels kreativer Ideen, mal „Fachkonferenz Satire“. Klingt ein bisschen wie Kabarett im öffentlichen Dienst, aber nun ja, wir sind für Hinweise dankbar.

 

Thematisch wollen wir uns im o.g. Umfeld bewegen und uns (den) folgende(n) Fragen stellen: Satire darf alles! Was ist Satire? Ist Tucholskys Zitat noch zeitgemäß und war es je richtig? Ist die ständige Verwendung des Zitates ein Zeichen für das Wegschieben der Verantwortung oder für die Begründung der eigenen Fehlbarkeit? Ist Satire grundsätzlich politisch? Gehören Satire und Respekt zusammen?

 

Diesen (unvollständigen) Fragenkatalog wollen wir erweitern und Kabarettisten und Kabarettinteressierte im Vorfeld der Tagung um persönliche Antworten auf diese Fragen bitten.

 

Wir erhoffen uns davon eine Diskussionsgrundlage, die wir im Rahmen einer Podiumsdiskussion und in Arbeitsgruppen aufgreifen wollen. Ziel ist es, möglichst viele Kabarettist*innen für diese Tagung zu gewinnen. Sei es als direkte Teilnehmer oder als Beteiligte über eine schriftliche Rückmeldung. Die gesammelten Werke wollen wir dann bündeln und veröffentlichen.

 

Wir sprechen mit dieser Idee nicht nur die Amateur- und Profikabarettisten an, sondern auch all jene, die als Leser, Hörer und Zuschauer sich diese oder ähnliche Fragen gestellt haben. Am Ende der Tagung werden wir keine Gebrauchsanleitung haben. Aber vielleicht legen wir einen Grundstein für eine Debattenkultur, von der wir glauben, dass diese nicht nur in der Satire nötig ist.

 

Im konkreten Ablauf ist noch vieles in Planung. Wer sich aber bereits jetzt schon vorstellen kann, daran teilzunehmen, sendet seine Interessenbekundung an Lars Böhme unter der Email-Adresse: larsboe@gmx.ch. Dabei kann man sich schon jetzt für die Teilnahme registrieren lassen oder sich aktiv in die Vorbereitung einschalten oder zu den im Text aufgeworfenen Fragen seine Gedanken notieren. Wir halten Euch über den Fortgang der Planungen auf dem Laufenden.

 

Vorstand

Bundesvereinigung Kabarett e.V.

 

Diesen Text findet Ihr zur Vervielfältigung auch als Flyer für die Werbung im Downloadbereich


Die Organisatoren haben einen Fragebogen erstellt, mit dem Sie uns Ihre Ansichten mitgeben können.
Bitte senden Sie den ausgefüllten Fragebogen an ---> larsboe@gmx.ch!, Vielen Dank!

*** Ich will dabei sein! ***

 
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